Es schneielet, es beielet…

Jaaa genau, seit zwei Tagen ist hier alles wunderschön puderzuckrig weiss glitzernd! ❄️❄️❄️ Ich bin ganz verzaubert davon…

Seht selbst, ist doch voll schön 😊:

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Langsam spürt man, dass es tiefer Winter wird! Alle Leute tragen nur noch Stiefel, die Arbeiten hier auf dem Hof verschieben sich immer mehr nach drinnen und das leider nicht so tolle japanische Heizsystem macht sich jetzt eindeutig bemerkbar… wobei es hier auf Hokkaido im Vergleich zu Restjapan echt fortschrittlich ist. Normale Häuser in Japan haben nämlich ganz dünne Wände und Fensterscheiben (also eigentlich keine Isolation) und keine eingebauten Zentralheizung oder Radiatoren oder so etwas, die das Haus auf eine gewisse Temperatur heizen… Es gibt dafür so kleine Elektro-Öfelein, die irgendwo im Raum rumstehen und die man einschalten kann. Also eigentlich sind diese Häuser nicht für den Winter gebaut… obwohl es in vielen Gegenden von Japan kalt wird…

Aber wie schon erwähnt, hier auf Hokkaido ist es besser! 🙂 Die Wände sind nicht ganz so dünn und die Scheiben haben Doppelverglasung (Halleluja!). Aber das mit den Elektro-Öfelein ist leider gleich wie überall… In unserem Haus schalten wir zum Beispiel den Ofen im Wohnzimmer Nachts immer aus und in den letzten Tagen bin ich am Morgen, wenn ich dieses Zimmer betreten musste, jedes Mal fast vor Kälteschock umgekommen… Nun, das schöne Schneegestöber draussen entschädigt mich dafür dann wieder. 😉

In einigen Häusern hier heizen wir auch noch mit Holz. Riecht sehr gut, obs jetzt so Energie/Technik/Preis/Umwelt-mässig rentabel ist weiss ich nicht… Langer Rede kurzer Sinn: Falls mach sich im Winter nach Japan begeben will, sollte man viele warme Kleider mitnehmen! Und Kuschelsocken! Und Wärmflaschen und Handwärmer! Und Tee! Tee ist immer gut… 😊🍵

Ach jaaa, wir mussten neulich einen Text schreiben. Ich dachte zerrst, es halte sich um eine Art Weihnachts/Neujahrs-Glückwunschkarte, die man dann an alle Bekannte dieser Farm schickt. Dann hab ich aber glücklicherweise herausgefunden, dass es ein Arbeitsbericht ist, der dann an alle Sponsoren geschickt wird. Jedenfalls sollte ich schreiben, was ich in meiner Zeit hier so alles gemacht habe und ich dachte diesen tollen Text zeig ich jetzt mal:

*Tadaaaaa*

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はじめまして、
スイスからボランティアとして共働学舎で働いているクリスティーネといいます。

I arrived here in September and will stay until February. In the time I’ve already spent here, I could do many different kinds of work: Working with vegetables, cooking, baking, doing handicrafts, cleaning, wrapping cheese in the cheese factory and helping at the „Mintaru“. My work here is very varied and I like this very much. Like this, there is always something new to try and learn.
At the moment, my working schedule looks like this: Three and a half days of the week I help in the cheese factory, one day I work at the „Mintaru“, two times a week I help preparing meals and in the rest of the time I do different tasks, usually I just ask where they need the most help.
In the cheese factory, my work consists of wrapping cheese, which is something totally new and very interesting for me! Already the process until you can enter the workplace is quite an experience, you have to change into special white cheese making clothes and boots, cover your hair with a hairnet and a white cap and wear a mask over mouth and nose, make sure there are no lints on you, then wash and disinfect your hands, sanitize your boots and only then you are ready. Once in the factory, there are many different working steps awaiting. I could already help to wrap Raclette-cheese in Paper, fill cream cheese into little plastic cups, add tags and stick-on labels, apply vacuum to smaller cheese pieces and prepare new packagings.
When I help preparing meals, I usually wash vegetables, cut ingredients, help out with frying meat or stirring in a pot, I arrange food on plates and/or set the tables. I’m mostly doing the background work in the kitchen.
At the „Mintaru“, there are many things to do like cleaning and preparing the café in the beginning, serving customers, doing the dishes, making pudding, bottling and packing food etc. Sometimes I also help out with translations for customers.
My other small jobs vary a lot: I helped to harvest and to clean and seize many kinds of vegetables and grains, to use our vegetables by making a big amount of tomato sauce and tsukemono, to wrap in meat, to clean one building, chopping nuts for later and many other things.
I enjoy living and working at Kyodo Gakusha a lot! It’s a very different lifestyle compared to my live in Switzerland, for example I spend more time outside and I work much more with my hands. It feels very good to do work like this, because I get the feeling that I’m really doing something useful. Plus I can additionally learn the Japanese language and experience the japanese culture and way of life, which is something I dreamt of since I was a child.
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(Möglicherweise vorhandene Rechtschreibfehler bitte ignorieren, danke!) 😉
Und was im ersten Satz auf Japanisch steht… nun, da dürft ihr mal raten! ;P (Ist nicht sehr schwierig) Kleiner Tipp: クリスティーネ ist mein Name in Katakana. Ausgesprochen wird es „Kurisutine“. 😂
Und da dieser Name für japanische Verhältnisse sehr lange ist, habe ich hier einige witzige Spitznamen bekommen. 🙂 Die meisten hier nennen mich „Kuris“ (also eigentlich wie der Name „Chris“) oder „Kurisu“. Andere haben mich gefragt, was ich in der Schweiz so für Spitzname habe, aber da die alle sehr schwierig auszusprechen sind („Chrigi“ ist für Japaner ein ziemlicher Zungenbrecher) bin ich jetzt „Christie“. Das gefällt mir ganz gut! 😀
Jaja, die Sache mit den Namen… ich kenne immer noch nicht alle der Leute hier (doch es wird langsam aber sicher besser! 🙂 ) und manchmal mache ich auch so interessante Entdeckungen wie: „Ohhhh, die zwei sind verheiratet!“ oder „Aaaahhh, das ist der Sohn von dem hier!“ Aber wie soll ich das denn wissen wenns mir niemand sagt?!? Allerdings hab ich gehört, das sei typisch für Japan, dass man Namen und dergleichen eher selbst erfragen muss und sich die Leute einem nicht unbedingt alle vorstellen… und dann kommt noch die Schwierigkeit hinzu, dass die Namen alle sehr japanisch und schwierig klingen (und daher nicht leicht zu merken sind) und zum Teil der gleiche Name ein Frauenvorname, Männervorname UND ein Familienname sind kann… es ist nicht einfach! Aber solange das mein einziges Problem hier ist, bin ich zufrieden! 😀
Sooo, ich glaub das ist alles,was es gerade zu berichten gibt…
Ich geh jetzt ein schön heisses Bad nehmen und dann ins Bett! 😴 (Das ist ein grosses Plus hier: Es gibt eine tolle Badewanne, die (fast) immer gefüllt und warm ist und in diesen kalten Tagen ist das der HAMMER!) 🛁
Tschüüühüüüs! 👋 😘

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4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Yoshitaka sagt:

    It looks very cold.
    In Tokyo it snows only two or three times in a year.
    Take care!

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    1. Thanks for your comment! Yes it’s quite cold, but also very beautiful! 🙂 enjoy the wintertime in Tokyo! 🙂

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  2. Urs Kaufmann sagt:

    Liebe Christine

    Ich freue mich bereits auf deinen nächsten Eintrag.
    Du schreibst interessant und phantasievoll. Und dass du jetzt bereits mit Katakama begonnen hast, beeindruckt mich …

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen Dank für den lieben Kommentar! 🙂
      PS: Was hältst du vom neuen Layout?

      Gefällt mir

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