Wintertime in Hokkaido

Ohhh… the weather outside is frightful, but the fire is so delightful, and as long as you love me so: Let it snow, let it snow, let it snohow!

❄️❄️⛄️❄️⛅️❄️😊🔥☕️🍊❄️⛄️❄️❄️⛄️❄️⛅️❄️😊🔥☕️🍊❄️⛄️❄️❄️

Hier schneits nun ja schon seit einem Weilchen, und ich finde dieses Lied passt da sehr gut! 🙂 Wobei wir leider kein „fire“ haben, sondern nur unser brummendes Elektroöfelein, aber besser als gar nichts, oder? ^^ Ich finde den Schnee ganz schön, aber den meisten Leute hier gefällt er gar nicht: Es ist nämlich eigentlich noch zu früh für Schneefall (es hat ja so Mitte November begonnen)! Und nun brummeln alle etwas von wegen viel zu langem Winter und zu viel Kälte und überhaupt…

Was allerdings wirklich ein Problem ist, das ist der Zustand der Strassen: Die sind vereist. Alle. Wirklich alle.

Und das macht das herumlaufen nicht gerade einfach! Selbst mit guten Winterschuhen ist es eine ziemliche Rutschpartie, selbst wenn man seine Füsse noch so sorgfältig absetzt, irgendwann rutscht man garantiert aus. Und während man auf den grösseren Strassen meistens irgendwo noch ein aperes Fleckchen findet, auf dem man sich rech gefahrlos bewegen kann, ist das auf dem Gelände von Kyodo Gakusha mittlerweile ein Ding der Unmöglichkeit: Die Strassen hier sind ja alle nicht geteert und deshalb immer etwas uneben und schräg. Und nun sind sie alle zugefroren, ihre ganze Schräge und Unebenheit überzogen von kaltem, in der Sonne gleissenden und seeehr rutschigen Eis.

Ich sehe wahrscheinlich aus wie ein Pinguin, wenn ich da leicht wackelig übers Eis watschle, die Arme wie Flügelchen von mir gestreckt, um einen möglichen Sturz abzufangen. 🐧 Wobei… wenn ich ein Pinguin wäre, dann könnte ich mich jetzt ganz einfach auf den Bauch werfen und so problemlos und schnell durch die Gegend schlittern… wär doch schön! 🐧😜🐧 (Nur das Känguru fänd das wohl weniger toll… ich schweife ab. ^^)

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Winterzauber @Kyodo Gakusha! 

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Nun, neben den Wetterbedingungen hier gibts noch einiges anderes zu erzählen:

  • Ich habe einen Adventskalender gestaltet, weil ich das eine sehr schöne Weihnachtstradition finge und das hier in Japan noch eher unbekannt ist. Eigentlich gedacht war er für meine Gastfamilie in Tokyo, aber dann fand ich, dass ich auch einige Kopien machen könnte und die dann an einigen Orten hier auf der Farm bringen könnte. Eine gute Idee, wie es sich herausstellte, denn sobald das erst Exemplar aufgehängt war, wurde ich schon gefragt, ob ich denn nicht noch einen mehr hätte… 😉😂😊
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Adventskalender mit Weihnachtsdeko. ❤
  •  Wie es sich herausstellt, feiern Japaner sehr gerne Weihnachten! Zwar nicht aus religiösen Gründen, aber aus Spass: Jetzt sind alle Läden mir Weihnachtsartikeln ausgerüstet, es läuft nur noch Weihnachtsmusik, an vielen Häusern gibts bunt blinkende Leuchtgirlanden und alle sind schon fleissig am „Christmas-cakes“ bestellen. Das sind so schicke Torten (meist bestehend aus Buttercrème und ERDBEEREN (im Winter!)) mit weihnachtlicher Dekoration obendrauf. Es gibt sogar spezielle Tortenbestellschalter am Bahnhof. Ich selbst bin ganz hin-und-weg ob den ganzen schönen Papiersachen, die es jetzt auf die Feiertag hin gibt. Es gibt regalweise hübsche Briefpapier-Sets, Postkarten, Stempel, Maskingtapes, Stickers, Briefsiegel, die schönsten Agenden und Kalender für 2016, die man sich vorstellen kann…

 

  • Diese Woche musste ich nach Sapporo fahren, um mein VISA zu verlängern. Ja, jetzt bin ich tatsächlich schon ganze 3 Monate da. 3! Monate! Es fühlt sich eher nach 3 Wochen an… unglaublich… Jedenfalls ging ich also nach Sapporo und glaubt mir, ich war so nervös. Mir steht das Theater, das die Beamten am Flughafen in Tokyo bei meiner Einreise veranstaltet haben, noch so deutlich vor Augen und ich hatte schon so meine Horrorvorstellungen, wie lange es wohl dieses Mal dauern würde, bis ich am meine VISA-Verlängerung käme… Allerdings war das dann gar kein Problem, ich musste ein Formular ausfüllen, meinen Pass zeigen, dann mit dem Lift bis ins unterste Geschoss des Gebäudes fahren und dort im Kombini eine spezielle Marke kaufen (als Gebühr für die Verlängerung), mit der Marke wieder hochfahren und die dann auf ein anderes Formular kleben und *tadaaa* schon hatte ich meine Verlängerung. Huffff, ich war so erleichtert! 😅

 

  • Danach hatte ich noch sehr viel freie Zeit in Sapporo zur Verfügung. Von der Stadt selbst sah ich leider nicht so viel, denn es war sehr schlechtes Wetter: Nass und kalt, mit viel Wind und dadurch waagrechtem Regen. ❄️☔️❄️ Deshalb entschied ich mich, ein bisschen Indoor-Programm zu machen. Ich habe also ein paar der grossen Einkaufszentren besucht und mir mal ausgiebig die japanische Mode angesehen (sehr schön), einige fantastische Deko-und-Papeterie-Läden durchstöbert, einen Buchladen durchwandert ohne einen einzigen Buchtitel entziffern zu können (nein, das stimmt nicht, bei den Reiseführern hab ichs ein paar mal geschafft! 😄 💁) und die vielen leckeren japanischen Snacks, die es überall zu kaufen gibt, angeschmachtet. Zeitweise kam ich mir in meinen grossen Winterstiefeln und meiner Skijacke zwar etwas underdressed vor, denn junge Japanerinnen schauen alle sehr auf ihr Auftreten und ihre Kleiderwahl, und so vereiste Strassen und waagrechter Regen sind offensichtlich noch kein Grund, um von den schicken Söckchen und Strümpfen und den Absatzschuhen abzuweichen… Aber sobald ich wieder draussen auf den Strassen stand, fand ich dann mein Kleiderwahl wieder sehr passend. ✌️😉

 

  • Gestern Abend fand bei uns auf de Farm ein sehr schönes anthroposophisches Ritual statt: In einem Raum war eine Spirale aus Tannenzweigen beleg worden, in deren Mitte ein kleines Podest mit einer schönen grossen Kerze stand. das Ganze war geschmückt mit einigen goldenen Sternen und kleinen Bergkristallstücken. Der Raum war dunkel bis auf eine kleine brennende Kerze am Rande. Eine Frau spielte Musik auf einer Leier und nachdem zwei Glöckchen drei mal aneinander geschlagen worden waren, begann das eigentliche Ritual. Einer nach dem anderen bekamen wir einen Apfel, auf den eine Bienenwachskerze und eine Tannenzweiglein gesteckt waren, in die Hand und liefen damit die Spirale entlang. Im Zentrum angekommen, zündete man sein Kerzlein an der grossen schon brennenden Kerze an un stellte seinen Apfel mit nun zaghaft flackerndem Kerzlein auf einen der goldenen Sterne. Mit jeder Person, die ihren Weg durch die Spirale machte und ihre Kerze entzündete, wurde der Raum etwas heller und wärmer. Ein wirklich schönes und stimmungsvolles Ritual, welches wirklich etwas Wärme und Besinnung in diese kalte Jahreszeit brachte! 😊

 

  • Vor einigen Tagen bekam ich von meinen Eltern ein ganz tolles Päckli! Das hat mich überglücklich gemacht! 😊😊😊 Jedenfalls wollte ich mich hier einmal ganz ❤ -lich bei allen bedanken! Eure Nachrichten, Kommentare, Mails, Postkarten (und Pakete ;)) machen mich überüberglücklich! ありがとうございます! Arigatou gozaimasu!
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Nur so als Grössenvergleich 😉

Jooo, ich glaub das wär dann mal alles. 😀 Mata ne! 👋😘

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Beatrice Vautravers sagt:

    Als du noch ganz klein warst, sind wir doch in die Eurythmie gegangen. Dort hat es auch ein Adventsritual mit Tannenreisigspirale und Musik und Lichtern gegeben. Das war sehr stimmungsvoll und schön.
    Herzlich, B.

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