Hallo im Januar

 

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(Haha, mir ist leider kein kreativerer Titel eingefallen…sorry…)

Hallihallo! 😀

Nun ist es ja schon bald Mitte Januar und ichkomme endlich mal wieder dazu, einen Blogeintrag zu schreiben! Hurra!

Zuerst einmal (auch wenn es etwas spät kommt): Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr hinüber gerutscht und wünsche euch alles Gute fürs 2016! 🎍😘 ✨

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Hier ist mittlerweile schon wieder ganz viel passiert, ich weiss gar nicht, wo ich da anfangen zu erzählen soll… Vielleicht starte ich einfach mal mit einer simplen Aufzählung:

Der Dezember war hier eigentlich sehr ruhig. Das einzig wirklich erwähnenswerte sind die „Bounenkai“, das sind Jahresabschluss-Partys, die meistens von Firmen oder Geschäften ausgerichtet werden und wo sich alle dann so richtig schön betrinken. 🍻Ich durfte an zwei solche Partys gehen und es macht wirklich Spass! (Vor allem zu beobachten, wie die sonst so beherrschten und zurückhaltenden Japaner langsam immer lauter und lustiger werden.😂)

Ausserdem habe ich es sehr erfolgreich geschafft, mir selbst noch etwas in Stress zu verursachen: Ich habe einem frühen Morgens –noch in geistiger Umnachtung– beschlossen, eine „30 Days Draw Challenge“ auszuprobieren. ✏️ Dabei macht man während 30 Tagen jeden Tag eine Zeichnung zu einem vorgegebenen Thema und fotografiert die dann und stellt sie auf Instagram. Das machte zwar sehr viel Spass, war aber auch ziemlich anstrengend. Zu den Vorgaben gehörte zB. Lieblingstier, Lieblingsort, Band, Comicstrip, Zitat, Wunsch… Kurz vor den Feiertagen herum musste ich dann mal pausieren, das heisst, die letzten paar Zeichnungen stehen noch an. ^^;

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Zu den Weihnachtstagen kamen dann meine Eltern nach Japan!!! 😀 😊 Schön am 24. sahen wir uns wieder und haben zusammen in der „Yorkshire Farm“ (einem Bauernhof mit B&B) ein leckere Z’Nacht gegessen und viiiel geredet. 😍Es ist schon seltsam, da ist man für eine lange Zeit getrennt (ja, 3 Monate sind für mich eine lange Zeit) und wenn man sich schliesslich wieder sieht, fühlt es sich so natürlich und normal an, wieder zusammen zu reden und zu lachen, als wäre gar kein Unterbruch gewesen… Ich habe es jedenfalls sehr genossen! 😊<3 😍

Am 25. fand auf Kyodo Gakusha die grosse Weihnachtsfeier statt. Den ganze Tag über haben alle wie verrückt gearbeitet: Die Karimpani dekoriert und bestuhlt, gegen den leichten Schneesturm draussen angekämpft und massenweise leckeres Essen gekocht. Ich hatte eigentlich geplant, an diesem Tag meinen Eltern noch das ganze schöne Gelände hier zu zeigen, aber da das Wetter streikte (im Ernst, meine Elter sind 1(!) Tag hier und gerade dann gibt es einen Schneesturm?!? Waruuuummmm???) sind wir dann hauptsächlich drinnen gesessen und haben Tee getrunken.

Die Party am Abend war absolut fantastisch! 😊*schwärm* Das Essen war deliziös, unter anderem gab es als Tannenbaum angeordnete O-Nigiri 🍙, selbst gebackenes Brot, Kyodo Gakusha Käse, Roast Beef und Braten 🍗, Samosas, Kartoffelgratin… Und als Dessert wunderschön dekorierte Buche de Noël’s. 😍 Ohhhh, es war sooo gut… *in Erinnerungen schwelg und vor sich hinsabber* Neben Essen und Trinken und Reden gab es noch eine Art Show! 🙂 Einige Mitarbeiter von Kyodo Gakusha führten etwas vor (singen, Gitarre spielen oder Tanzen und meine Eltern durften sich vorstellen (was ihnen eher peinlich war *kicher*)), es gab eine Rede und anschliessend noch Geschenke! 😀 Ich bekam ein grosses Skizzenbuch! *strahl*:D

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Am nächsten Tag startete die 3 Kaufmanns dann ihre Rundreise durch Hokkaido! 🙂 😄Wir hatten einen „Japan Rail-Pass“ (so eine Art Interrail-Ticket für Japan) und konnten damit eine Woche lang gemeinsam durch die verschneite Insel fahren. ❄️❄️❄️ Wir besuchten die Orte Kawayu Onsen, Abashiri, Otaru und  Hakodate, badeten in heissen vulkanischen Quellen, sahen das Ochozkische Meer, besichtigten ein Glasmuseum und übernachteten in einem Ryokan (= einem traditionellen japanischen Hotel). (Dazu folgt dann später noch ein ausgiebigerer  Blogeintrag!)

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Für Silvester/Neujahr kehrte ich wieder nach Kyodo Gakusha zurück und dort gab es dann einen ganz traditionellen Abend: Zum Abendessen gab es Sobanudeln (genannt „Toshi-koshi-soba“, das bedeutet wortwörtlich „jahresüberquerende Nudeln“ 😀 ). 🍜 Dann muss man irgendwie die Zeit bis um Mitternacht rumbringen (wir haben so eine japanische Jahresende-TV-Show geschaut, in der witzige Sketches aufgeführt werden und die Zuschauer (ein paar Typen die man scheinbar kennt) nicht lachen dürfen –wenn sie doch lachen werden sie mit einem Stock geschlagen… jaaa, Japan ist komisch). Um Mitternacht gingen wir dann zum Tempel und konnten dort die Tempelglocken läuten. 🙂 Denn in Japan wird das alte Jahr immer mit 108 Glockenschlägen sozusagen „ausgeläutet“ (damit werden alle schlechten Dinge, die sich übers alte Jahr angesammelt haben, vertrieben).

Am nächsten Morgen gab es dann das traditionelle Neujahrsfrühstück. 🌄 Zu meiner leichten Verwirrung gab es das um 8 (!) Uhr Morgens (warum so früh, wenn am Abend zuvor alle erst um 24:00 oder später ins Bett gegangen sind und der ganze Tag des 1.1. frei ist? Warum??) Zu diesem Frühstück gibt es ganz bestimmte Gerichte (sogenannte „Osechi“), die man essen muss, und jedes hat eine spezielle Bedeutung.

Zum Beispiel gibt es „Kamaboko“(=Scheiben aus zubereiteter Fischpaste), deren Form und die Farbe an die aufgehende Sonne (=festliche Bedeutung) erinnern soll, oder „Kuro-mame“ (=schwarze Sojabohnen), die für Gesundheit im neuen Jahr stehen. Weiters Gerichte sind Miso-Suppe mit Reisküchlein und Gemüse drin, eine Paste aus Süsskartoffeln und Edelkastanien 🍠🌰 und bei unserem Essen gab es noch sehr viel Seafood (Garnelen, roher Fisch, Lachseier etc.). Dazu tranken die meisten schon Alkohol (um 8 Uhr morgens beim Frühstück!!!). Der Rest des Tages war frei und wurde einträchtig mit Faulenzen verbracht (aber dafür gibt es Frühstück um 8 Uhr… ich versteh’s echt nicht). 😅

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Am nächten Tag hatte ich dann den totalen Schock: Ich erfuhr, dass wir jetzt noch eine ganze Woche lang frei hatten. 😳😱 Und ich in dieser ganzen Woche nichts zu tun hatte (ausser zu den Schäfchen 🐑 zu schauen und denen ein mal pro Tag Wasser zu geben, was man wirklich nicht als erfüllendes Tagesprogramm bezeichnen kann). Und da meine Eltern während dieser ganzen Woche noch in Japan waren  war das eine sehr sehr blöde Situation. Sehr blöd. Meine Eltern waren über diese Neuigkeiten auch überhaupt nicht begeistert und ich rollte einen Tag lang deprimiert auf dem Boden meines Zimmers rum bis wir die Lösung dieses Problems fanden: Last Minute-Flüge! 🙊✈️ 🙈 So gab es für mich dann einen Kurztrip zu meinen Eltern nach Kyoto. *Tadaaaa* Ich habe zwar immer noch ein sehr schlechtes Gewissen gegenüber der Umwelt 🙈*sich zu Boden werf und um Verzeihung fleh* aber es hat sich sehhhr gelohnt. 😊 Kyoto ist wirklich eine umwerfende Stadt, voller Kultur (im Ernst, dort gibts Tausende von Schreinen und Tempeln) und Sehenswürdigkeiten und coolen Läden… Und es ist warm dort! Hier auf Hokkaido schneits und die Temperatur Nachts beträgt so um -14 Grad und in Kyoto blühen schon die ersten Bäume. ❄️😅🌸 (Zu Kyoto gibts dann auch noch einen eigenen Eintrag –mit vielen Fotos! 🙂 )

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Nach ein paar Tagen ging es wieder zurück (für mich nach Shintoku, für meine Eltern ins Schweizerland) und normaler Alltag begann. Ich geniesse es auch wieder einfach hier zu sein, mit all den netten und etwas verrückten Personen hier, mit typischem Kyodo Gakusha-Essen, den üblichen Arbeiten (Käse einpacken, Kochen, Karimpani putzen und neuerdings Filzkügelchen gestalten (das macht mega Spass, ich habe unter anderem schon Filzeulen, Filzkatzen, Filzeichhörnchen und Filzfröschchen hergestellt)). 😄 Mit den essbaren Mitbringseln meiner Eltern haben wir an einem Abend eine Swissfood-Party mit Käse, Wein, Keksen (unter anderem „Japonais“-Guezli, das fanden alle sehr witzig und lecker) und köstlichen selbst gebackenen Torten von meinen lieben Mitbewohnerinnen gemacht. 😊

Ja, nun also hat mich der normale Alltag wieder… 🍃 und neulich realisierte ich, dass dieser Alltag gar nicht mehr so lange andauert. Ich reise Ende Februar nämlich schon wieder ab, um dann Anfang März wieder ganz zurück in die Schweiz zu reisen! Warum geht das jetzt plötzlich so schnell?!? Ich hab mir jetzt kurzerhand eine Liste zusammengestellt, mit allen möglichen Dingen, die ich  gerne hier noch machen möchte. Mal schauen, was ich dann wirklich umsetze… 😉

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Yoshitaka sagt:

    It looks very fun,ha-ha.
    You don’t have so much time, but I hope you make a great memory.

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    1. Oh thank you! 😀
      Yes, time here in Japan is slowly running out… but I make sure to enjoy every moment of it! 😉

      Gefällt mir

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