Tokyo Daily Life

 

Wer hätte gedacht, dass ich mal die Worte „Tokyo“ und „Daily Life“ im selben Satz verwende? Also ich bis vor kurzem jedenfalls nicht…

Doch genau das ist es: Da ist Tokyo, die Riesenstadt, in der mehr Menschen leben als in de ganzen Schweiz und die von komplexem Subway-System über Wolkenkratzer zu Eulencafés alles zu bieten hat (in das will ich übrigens unbedingt noch rein J). Und dann ist da das Zusammenleben mit meiner supertollenmegalieben Gastfamilie, die leckeren Frühstücke, das Kinder in den Kindergarten bringen, zusammen musizieren und kochen und mit dem Velo durch Tokyo fahren. Und diese Kombination ist wirklich toll! Es ist eine gute Kombination aus gemütlichem Familienleben, kulturellen Einblicken und Stadt erkunden, einzigartig und doch sehr natürlich. Ich geniesse es sooo sehr!!!

Die Zeit vergeht im Flug (jetzt sind es schon fünf Tage! Fünf!!!) und ist gefüllt mit schönen Erlebnissen:

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Am Sonntag (meinem ersten vollen Tag zurück in Tokyo) gab es ein sehr leckeres Frühstück mit Pancakes und danach Basketballtraining. Eigentlich hätte ich da mitmachen können, aber die sind alle so gut (und ich wirklich schlecht), dass ich lieber mit den Kindern am Rande gespielt und nur zwischendurch „gebasketballt“ habe. Aber beim Stretching am Schluss war ich dafür voll dabei.

Danach gab es Ramen zu essen und am Nachmittag gingen wir etwas Kaimono erledingen (also Shopping ;P ). Ich habe die meisten meiner Kleider ja in Kyodo Gakusha zurückgelassen (das noch schöne Zeug verschenkt und das viele Verbrauchte entsorgt) und so wollte ich mir ein paar schöne neue japanische Sachen kaufen.

Das war aber gar nicht so leicht. Obwohl ich zum Teil halbe Ladeninhalte anprobierte, fand ich doch nicht so viel… Problem Nr. 1 ist, dass viele der modischen Läden nur „One Size“ führen und die ist ziemlich klein… und nach den vielen leckeren Kuchen auf Kyodo Gakusha leider eher zu klein… Problem Nr. 2 sind dann noch die Schnitte, denn viele von denen sehen an mir leider nicht sehr gut aus. Nichts desto trotz fand ich einige sehr schöne Kleidungsstücke: Ein T-Shirt (in elegantem Grau 😉 ), drei Paar süsse Socken (mit Pünktchen, Katzen und Fröschchen drauf) und ein Kleid (ebenfalls mit Pünktchen).

Dazwischen gab es noch ein leckeres Softice mit Okinawa-Bananen-Geschmack.

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Montags war „Cultural Day“! 😀

Meine Gastmutter, meine Klein-Gastschwester und ich fuhren zu den Roppongi Hills und besuchten dort das Mori Arts Center. Dort hatte es eine Takashi Murakami Ausstellung (mein japanischer Lieblingskünstler, er gestaltet unter anderem Grinseblumen!!! J). Sein neues Werk besteht aus einem etwa 100 Meter langen Bild mit dem Titel „The 500 Arhats“. Es war kunterbunt, schräg, teils witzig, teils grotesk, leicht erschlagend –nach einer Weile beginnte das Hirn etwas zu drehen und die Augen zu flimmern– und wirklich beeindruckend. Angeblich ist es eines der grössten Bilder, die es gibt… Danach gab es Lunch mit Ausblick auf Tokyo (aus dem etwa 37ten Stock heraus) und einen Abstecher in den Souveniershop. Eigentlich wollte ich ja ein Grinseblumen-Kissen erstehen, aber die Dinger sind verd***t teuer (Dafür gibt’s sie in allen Grössen. Wirklich. Bis 2 Meter Durchmesser. Aber das Kleinste kostet schon etwa 70 Franken.). So gab es für mich dann ein Roppongi Hills-Notizblöckli. =)

Nachmittags gings mit den Kindern in die Systema-Stunde (das ist russische Kampfkunst) und anschliessend gab es ein sehr leckeres Z’Nacht.

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Am Dienstag Morgen gab es Risotto zum Frühstück (sooo gut), danach brachten wir meinen Gastbruder in den Kindergarten und meine jüngste Gastschwester spielte dort mit ihrem „Boyfriend“ (der ist auch zweijährig) im Sandkasten (Die zwei sind sooo härzig, jeden Tag spielen sie in aller Eintracht zusammen! Es ist zum schmelzen…). Danach haben wir zusammen „Au Champs Elysée“ gespielt (mit zwei Gitarren und Perkussion und mir als französische Sängerin :’) )

Am Nachmittag traf ich mich mit einer Freundin, die ich auf Kyodo Gakusha kennengelernt habe.  Zusammen besuchten wir ein andres Quartier in Tokyo und mehrere darin stehende Fair Trade-und-Slow Food-Cafés und haben viiiiel zusammen geredet (und gegessen).

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Am Mittwoch gab es einen etwas ruhigeren Tag. Am Vormittag kurvten wir mit dem Vélo durch unser Quartier (das heisst übrigens Bunkyo-ku) und kauften ein. Wir besuchten unter anderem eine süsse kleine deutsche Bäckerei in der sie tatsächlich dunkles Brot verkaufen. Also Vollkornbrot. Vollllllkorn!!! Es war phantastisch! (Glaubt mir, nach einem halben Jahr nur mit weissem Toast sehnt man sich wirklich danach und wenn man es dann endlich wiederhat ist es einfach umwerfend!) Oh, und ich fand so einen coolen Pullover, der ist flauschig und hat Streifen und glitzert und gehört jetzt mir. ^^

Am Nachmittag backte ich Kekse als Snack und bereitete das Abendessen vor. Ich kochte etwas Schweizerisches! 😀 (Also das selbe Schweizerische, das ich schon für die Kyodo Gakusha Leute gemacht habe, nur dass ich hier glücklicherweise nur sechs und nicht sechundreissig Leute bekochen konnte und die Küche um einiges moderner war (Ich konnte den Herd selbst anschalten, yeyyy!))

Und abends gab es dann das grosse Ereignis: Ein japanischer Coiffeur-Besuch! *Tamtamtaaaam* Und das ist wirklich ein tolles Erlebnis! Ich besuchte den schnüsig kleinen Coiffeursalon, in dem die Musikgruppe meiner Gastmutter probt (der gehört zwei Mitgliedern davon). Dort werden einem die Haare gewaschen, man bekommt eine Kopfmassage, dann werden die Haare trockengeföhnt (bei mir haben das gleich zwei Leute gleichzeitig gemacht, damit es nicht sooo lange dauert) und schlisslich werden sie geschnitten *schnippschnapp*. Nach einem halben Jahr (und mit Hokkaidos eisiger Kälte und trockender Heizungsluft) war das auch dringend nötig… und jetzt sind sie wieder schön und etwas abgerundet und gestuft.

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Donnerstags (also heute) gab das leckere deutsche Bäckerei-Brot zum Frühstückes und anschliessend einen Music-Circle im Kindergarten (allerdings nur für die Mamis der Kindergartenkinder). Wir spielten „Au Champs Elysée“ vor und ich staunte über all die Darbietungen. Alle sind so talentiert! Es gab ein Flötentrio, ein Geigenduo, mehrere Klavierstücke, ein Chorlied und noch eine coole Darbietung mit etwa zehn Leuten, die mit verschieden klingenden Glocken das Lied „Love love love“ spielten. Und dazu gab noch leckeren Kuchen.

Z’Mittag gab es in einem gemütlichen Fair Trade-Lokal (meine Gastmutter kennt so viele tolle kleine Restaurants und Lädelein, das ist so cool!) und anschliessend gab es etwas Pause und dann noch Supermarktbesuch und O-Miyage-Einkaufen für Christine. Ich habe jetzt einen Berg an Mitbringseln… ^^Aber von meinen Eltern habe ich gehört, dass die in der Schweiz sehr schnell wieder verschwinden, von dem her denke ich, das ist gerade richtig. Wie ich diesen Berg in die Schweiz transportieren will, das ist hingegen eine andere Frage…

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***Ich nenne diesen Eintrag jetzt mal „Tokyo Daily Life Part 1“ 😉 Denn ich war ja noch über eine Woche länger da. ^^ Aber diesen Eintrag habe ich wirklich noch in Tokyo geschrieben, und die nächsten „Parts“ schreib ich jetzt dann nach… und poste sie dann (hoffentlich) bald!***

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